Neue Vergütungssysteme - Leistungsorientierte Vergütung - Performance Management

TIB-Beratungskontexte zum Thema:  

IT - Dienstleister, an TVÖD angebunden: Bei einem großen IT - Dienstleister wurde vereinbart, ein sehr einfaches System leistungsorientierter Vergütung auf der Grundlage von Zielvereinbarungen gem. TVÖD zunächst nur für die Leitungsebene einzuführen und vor Ausweitung auf alle Beschäftigten zu evaluieren. Auf Vorschlag von TIB ist beabsichtigt, die Erfahrungen der Teilnehmenden an der Leistungsorientierten auf Workshops zu sammeln und zu dokumentieren. Die Auswirkungen auf die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen in Gruppeninterviews exemplarisch aufgenommen werden. Für beide Gruppen werden Fragebögen erstellt, an Hand derer sich die Teilnehmer auf die Workshops bzw. Interviews vorbereiten können. 

Ein Finanzdienstleistungsunternehmen will das AT-Vergütungssystem und die leistungs- und erfolgsorientierte Vergütung stärker an Marktvergleichsdaten anlehnen. TIB unterstützt die Interessenvertretung bei der Positionierung gegenüber dem Konzept des Unternehmens sowie bei der Entwicklung eigener Alternativen und den Verhandlungen über die Änderungen.

Einrichtung Ambulante Pflege: Die Bindung der Arbeitsverträge an den BAT soll abgelöst werden durch  ein neues Vergütungssystem, das dem Unternehmen die Möglichkeit gibt, die Lohnzahlungen zu flexibilisieren. Vier Elemente sollen das angestrebte neue Vergütungssystem kennzeichnen: 1) eine  vereinfachte Eingruppierungs- und Vergütungsstruktur, 2) Absenkung der Vertragszeiten auf 75% mit der Berechtigung und Verpflichtung zur Mehrarbeit, wenn die Auftragslage es zulässt, 3) darüber hinaus soll der Pflegeeinsatz prinzipiell an Referenzzeiten/Vorgabezeiten orientiert werden, die in der Regel einzuhalten sind, 4) schließlich sollen Leistungsanreize durch Prämien und Erfolgsbeteiligung geschaffen werden.  Für die Bewertung der  Leistung soll ein Beurteilungssystem eingeführt werden.

Internationaler Industriekonzern ohne Tarifbindung: Das Entgeltsystem wird neu geordnet. Bestehende Eingruppierungsstrukturen und Aufstiegswege werden verändert. Der Konzern will ein neues Leistungssteuerungssystem einführen, dem ein sogenanntes „Forced Ranking“ zugrunde liegen soll.  D.h. der jährliche Prozess der Beurteilung der Beschäftigten durch die Führungskräfte soll sich an der globalen Vorgabe orientieren, dass  20 % der Beschäftigten als „High Performer“ bewertet werden, 75% als „Durchschnittliche Performer“ und 5% als „Non Performer“. Letztlich wird mit der  Ermittlung der „Nonperformer“  ein Personalaustausch vorbereitet. TIB begleitet den Betriebsrat in der Einigungsstelle.